Über uns

Das philosophierende Rondell
Zwei Abiturienten in spé und ein Vorbereitungstreffen frei nach den Regeln des Minimalprinzips. Die Diskussion über Büchner und Winnenden führt überall- und nirgendwohin. Enden tut sie im stillen Einverständnis. Die Wellenlängen schwingen synchron. Es passt halt. Und so trifft man sich wieder und wieder, obwohl das Abitur – Minimalprinzip sei Dank – längst in der Vergangenheit liegt. Schnell ist ein Name geboren. Plötzlich erscheinen die unregelmäßig getakteten Treffen exklusiv. Nur einer Person wurde je ein Einblick in die Riten des Rondells gewährt. Kurz darauf wurde die goldene Regel aufgestellt: keine Gastredner. Auch ein Jahr Israel lässt das Rondell nicht sterben. Mit Rotwein und Herrenschokolade bewaffnet wird nach der Rückkehr des Weltenbummlers unermüdlich weiterdisputiert über alles, was interessiert und bewegt. Neue Blickwinkel und unkonventionelle Denkansätze – der Dialog als Bereicherung des Individuums. Das Ziel bewusst undefiniert, als Gefährten auf einer Reise in Richtung Ungewissheit. Verstreut in den äußersten Winkeln Deutschlands und dennoch vereint.

Lennart
Eindeutig doppeldeutig, der Mann. Augenzwinkernd und wortgewandt, gleichzeitig so exakt und souverän, dass einem schwindlig wird. So wie ihm, wenn er sich zum Mitternachtsschläfchen an ein stilles Örtchen zurückzieht. Oder, wie einigen Halbstarken, nach dem Genuss des hausgemachten Nudelsalates seiner Mutter.
Ein ruhiger, bedachter Zeitgenosse, der stets besonnen und analytisch reflektiert, bevor er den Mund aufmacht. Doch wenn er, wie aus der Pistole geschossen, Antworten auf die kompliziertesten Fragen herausfeuert, bleibt jedem bloß mit lückenhaftem Halbwissen bewaffnetem Phrasendrescher nur eine Option: Kopf runter und die Beine in die Hand nehmen. Nichts, was er nicht kann. Und wenn doch, dann lernt er es halt. Da ist er Pragmatiker. Er ist der alte Freund und Kupferstecher, mit dem ich so viel Vergangenheit teile. Theateraufführungen, Partynächte (Grüße an Pete und John), Konzertbesuche, Schultage, Reisen und lange, tiefe Gespräche.

Der Eine, der einfach der perfekte Partner für dieses Projekt ist.

Lennart halt.

Malte
Morgens um 9 in Deutschland. Besser gesagt in einer Bremer Schule. Weil irgendjemand mal entschieden hat, dass diese zu unmenschlich frühen Uhrzeiten stattfinden müsse, sitzen gut 20 verschlafene Gestalten in einem kargen Klassenzimmer. Ganz leise verbreitet sich etwas, ein Duft. Erst sanft, dann immer penetranter. Der BiFi-Geruch. Man weiß, Malte ist im Raum.
Malte ist in der Lage, mühelos zwischen den Extremen zu balancieren . Ließ er sich einerseits stolz zum Trunkenbold des Abi-Jahrgangs küren, nahm er andererseits ganz nebenbei eines der besten Zeugnisse mit nach Hause. Manche Wirtschaftsprofessoren mögen es als „Unsinnsprinzip“ bezeichnen, doch werden sie durch ihn widerlegt: Es ist möglich, maximalen Erfolg mit minimalem Mitteleinsatz zu erreichen.

Bekannt als hervorragender Schauspieler, Dichter, Texter und Freund, der es genauso vermag, jede Party zu einem unvergesslichen Abend zu machen, gibt es wohl nur eine Kategorie, in die er wirklich passt: Er ist ein Genie.

Leave your comment

Required.

Required. Not published.

If you have one.